Marginalien zur Geschichte des Physiologischen Instituts in Berlin

  • 1810 Carl Asmund Rudolphi wird als erster Anatom und Physiologe an die neugegründete Berliner Universität berufen. Er stirbt während der Fertigstellung seines „Grundrisses der Physiologie“ 1832.
  • 1833 Johannes Müller kommt als Ordinarius für Anatomie und Physiologie an die Berliner Universität.
  • 1846 Emil du Bois-Reymond wird Privatdozent für Physiologie am Anatomischen Institut.
  • 1851 Einrichtung eines Physiologischen Laboratoriums als Teil des anatomischen Museums durch Johannes Müller
  • 1853 Emil du Bois-Reymond erhält von Johannes Müller drei Zimmer für die selbständige physiologische Forschung in der 2. Etage des Westflügels des Universitätsgebäudes Unter den Linden
  • 1855 Emil du Bois-Reymond wird zum a. o. Professor für Physiologie ernannt.
  • 1858 Nach Müllers Tod im April wird Emil du Bois-Reymond Ordinarius für Physiologie. Er übernimmt die Leitung des von der Anatomie abgetrennten Physiologischen Laboratoriums. Mit seiner Berufung beginnt Emil du Bois-Reymonds Kampf um ein eigenständiges Institut.
  • 1877 Am 6. November eröffnet Emil du Bois-Reymond das neuerrichtete Physiologische Institut in der Dorotheenstraße 35 und bleibt bis zu seinem Tode 1896 dessen Direktor.
  • 1897 Theodor W. Engelmann (1843 bis 1909) wird zum Ordinarius für Physiologie berufen und bleibt bis 1908 im Amt.
  • 1903 – 1905 Bau des Hygienischen Instituts in der Hessischen Straße 3 – 4 unter dem Ordinarius Max Rubner.
  • 1909 Max Rubner (1854 bis 1932) wird zum Ordinarius für Physiologie umberufen. Das Hygiene-Institut wird zum Physiologischen Institut umgebaut, die Hygiene erhält in der Dorotheenstraße ihr neues Domizil. Max Rubner leitet das Physiologische Institut bis zu seiner Emeritierung 1922.
  • 1923 Franz Bruno Hofmann (1869 – 1926) übernimmt das Ordinariat.
  • 1927 Wilhelm Trendelenburg (1877 – 1946) wird Ordinarius. Er bleibt bis 1944 im Amt.
  • 1945 Das Physiologische Institut wird bis 1950 kommissarisch in häufig wechselnder Verantwortung verwaltet durch den Biochemiker Karl Lohmann, durch die Physiologen Ulrich Luft und Max Heinrich Fischer und durch den Veterinärphysiologen Günther Vogel.
  • 1950 Emil Ritter von Skramlik (1886 – 1970) wird Ordinarius für Physiologie. Seine Emeritierung erfolgt 1953.
  • 1953 Das Institut wird wieder bis 1957 kommissarisch nacheinander von Samuel M. Rapoport (Biochemie) sowie von den Physiologen Ludwig Nicolai und Wolfgang Rössel geleitet.
  • 1957 Josef-Peter Pichotka (1911 – 1991) wird aus Freiburg (Breisgau) zum Ordinarius ans Institut gerufen. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 gibt er sein Amt auf.
  • 1961 Das Institut wird bis 1966 kommissarisch geleitet von Samuel M. Rapoport (Biochemie), Harald Dutz (Innere Medizin) und Otto Prokop (Gerichtsmedizin) in einem Leitungsgremium und nacheinander durch die Physiologen Wolfgang P. Ruff und Wolfgang Rüdiger.
  • 1966 Auf den neuerrichteten Lehrstuhl für Neurophysiologie werden Wolfgang Rüdiger (1929 – 1997) und auf den neuerrichteten Lehrstuhl für Herz-Kreislauf-Physiologie Ernst Schubert (geb. 1931) berufen.
  • 1977 Einrichtung einer ständigen Geräteausstellung aus Anlass des 100. Institutsgeburtstages.
  • 1979 Wolfgang Rüdiger wird Ordinarius. Dieses Amt gibt er 1989 aus Krankheitsgründen auf.
  • 1989 Ernst Schubert wird Ordinarius. Er bekleidet dieses Amt bis zur Neustrukturierung der Vorklinik 1994.
  • 1996 Umzug des Physiologischen Instituts von der Hessischen Straße 3-4 in die Tucholskystraße 2
  • Nach der Wende berufen: die C4-Professoren Uwe Heinemann (1993) und Pontus Persson (1994), die C3-Professoren Helga Davidowa (1994), Gabriele Pfitzer (1994; 1996 nach Köln berufen) und Rosemarie Grantyn (1995) sowie Holger Scholz (1998) auf eine C3-Position. Ihnen sind korporationsrechtlich gleichgestellt die Professoren Ursula Zippel und Peter Bartsch.

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